Tagungen 2013 - 2015

Tagungen 2015

Befreiungstheologie und Bauernkriege im spiegel Reformatorischer Gedanken

Soziale Wirklichkeit und Antwort der Kirchen - vom 12. -13. November 2015
Quelle: © Collage mit Fotos von thomathzac23 – Fotolia.com und Ralf Stieber, Karlsruhe
Luthers Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ wird von vielen Historikern als Impuls betrachtet, der die Aufstände der ländlichen Bevölkerung in Mitteleuropa inspiriert hat. Luther betont die Freiheit des Christen, der letztlich nur Gott verantwortlich ist und deshalb das Recht hat, sich gegen soziale und politische Missstände zu wehren. Die Tagung geht der Frage nach, ob die Theologie der Befreiung, deren Ziel es ist Menschen von Ausbeutung, Entrechtung und Unterdrückung zu befreien, Impulse von Luther aufgenommen hat. Beispiele aus verschiedenen Ländern sollen die sozialen und ökonomischen Verhältnisse in Lateinamerika und das Engagement der Kirchen vor Ort aufzeigen.
 
 
 
 

Der Bauernkreig ist nicht vergessen

Eine Spurensuche - am 26. Juni in Lauda-Königshofen

Quelle: © bestfoto95 – Fotolia.com
Reformationsprojekt 2015
„Die gesellschaftliche Aktualität der Reformation“ ist ein Netzwerkprojekt der Evangelischen Akademien in Deutschland, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb im Rahmen des Reformationsjubiläum

Martin Luthers Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ ist zu einer der wichtigsten Schriften der Reformation geworden. Schon Jahre vor Erscheinen dieser Denkschrift hatte es soziale Erhebungen der ärmeren und unterprivilegierten Schichten gegen die ökonomischen und politischen Privilegien des Adels und des Klerus gegeben. Als Folge dieser Unruhen kam es zu den Deutschen Bauernkriegen. Auf dem Turmberg bei Königshofen fand am 2. Juni 1525 eine der letzten Schlachten des Bauernkrieges statt.

Solidarität mit und durch die Landwirtschaft

Koperationstagung Evang. Arbeitnehmerschaft und Kirchlicher Dienst Land vom 20. - 22.02.2015 in Bad Herrenalb

Quelle: Hermann Witter / KDL
Die Landwirtschaft soll eine Fülle von gesellschaftlichen Funktionen erfüllen, wie Ressourcenschutz, Landschaftsgestaltung und die Bereitstellung preiswerter Lebensmittel.

Und gleichzeitig sollen die landwirtschaftlichen Unternehmer unter den Bedingungen offener und globaler Agrarmärkte angemessene Einkommen erzielen  und ihre Betriebe entwickeln. Das ist für viele Familienbetriebe ein ganz schwieriger Spagat.

Tagungen 2014

Wiesen und Weiden sind mehr als nur Gras

Grünland im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen und landwirtschaftlichen Ansprüchen
Quelle: © reimax16 – Fotolia.com
Als Spaziergänger, Naherholer oder Tourist genießen wir gerne eine vielfältige Kulturlandschaft. Grüne, saftige Wiesen und Weiden tun nicht nur unseren Augen gut – auch unserer Seele.
Landwirte haben auf Grünland einen ganz anderen Blick. Ihnen geht es um eine sinnvolle ökonomische Nutzung. Manche Tierhalter schätzen das hochwer-
tige und kostengünstige Futter, das sie davon gewinnen können, andere würden es lieber in Ackerland umwandeln – was aber in Baden-Württemberg verboten ist.
Man kann Grünland aber noch aus einer anderen Perspektive sehen: als genetische Ressource zur Erhaltung der Artenvielfalt in Flora und Fauna, als
Möglichkeit, die Eiweißlücke in der Tierernährung zu minimieren oder als Potential zur Erzeugung von Bio-Energie.
Bei der Tagung sollen die vielfältigen Erwartungshaltungen thematisiert und Nutzungskonflikte aufgezeigt werden. U. a. geht es um einen historischen Blick in die Grünlandnutzung, um aktuelle agrarwissenschaftliche Erkenntnisse und um existentielle Erfahrungen von Praktikern.

Tagung 2013

Auf dem Lande wird es Licht

Demografischer Wandel als Chance für Kirchen und Kommunen im Ländlichen Raum
Quelle: © Sergey Nivens – Fotolia.com
Die zurückgehende Einwohnerzahl, die Reduzierung finanzieller Ressourcen in Kirche und Kommune, der Rückzug von Einrichtungen der Infrastruktur und die
Abwanderung junger Menschen aus ländlichen Regionen stellt beide, Kirchen und Kommunen vor die Aufgabe, neue Wege in der Versorgung dieser Gebiete zu beschreiten.
Auf unserer Tagung ging es deshalb darum, konkrete Gestaltungsmöglichkeiten auszuloten und Erfahrungen darüber auszutauschen, wie der demografische
Wandel in den Gemeinden des Ländlichen Raums bewältigt werden kann.