Konfirmation - warum?

Quelle: (c) Tiki Küstenmacher

Gemeinsam was erleben

    - mit anderen zusammen sein
    - neue Leute kennenlernen    
    - neue Freunde finden    
    - Spaß haben
 
Mit anderen reden
    - Geschichten und Gedanken der Bibel verstehen
    - herausfinden, was Jesus für Dich bedeuten kann    
    - Gemeinde erleben und Dich einbringen
    
Miteinander beten
    - eigene Ideen in Gottesdiensten verwirklichen
    - mit anderen Stille üben und Möglichkeiten des Glauben ausprobieren
 
Zusammen feiern
    - sich in einem Praktikum für Gemeinschaft und Nächstenliebe engagieren
    - das vielfältige Leben in der Kirche entdecken und ausprobieren
    - mit anderen auf eine Freizeit fahren  

Und das solltest Du wissen:    
    * Die Konfirmandenzeit ist ein Angebot Deiner Kirchengemeinde.
    * Die Konfirmandenzeit dauert ein Jahr und endet mit Deiner Konfirmation.    
    * Jede Kirchengemeinde gestaltet ihre eigene Konfirmandenzeit. Was dort
       genau gemacht werden wird, kannst Du bei den Anmeldeterminen erfragen!
    * Die Teilnahme am Konfirmandenunterricht ist kostenfrei. Für Bibel und
       Arbeitsmaterialien erbitten die meisten Gemeinden  jedoch einen
       Kostenbeitrag.      
    * Du kannst kommen und Dich anmelden, auch wenn Du noch nicht getauft 
       bist. Du kannst zunächst auch zum Schnuppern und Ausprobieren kommen, 
       falls Du noch nicht sicher bist, ob Du konfirmiert werden willst!
    * Für die Anmeldung brauchen wir Deine Geburtsurkunde und, wenn Du 
       getauft bist, auch Deine Taufurkunde.        
    * Konfirmiert werden kannst Du, wenn Du spätestens am 30. Juni des 
       Konfirmationsjahres das 14. Lebensjahr vollendet hast.

Die Konfirmandenzeit

Sich mit dem Glauben auseinandersetzen, Gemeinde kennenlernen, Gemeinschaft erleben, "ja" sagen zur eigenen Taufe - das sind die Ziele der Konfirmandenzeit

Quelle: Annette Wohlfeil
Die Konfirmandenzeit beginnt mit der Anmeldung und dauert in der Regel ein Jahr. Die Jugendlichen könnnen so auch die Festzeiten eines ganzen Kirchenjahres miterleben.

Die Teilnahme am Konfirmandenunterricht setzt grundsätzlich die Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht voraus. Im Konfirmandenunterricht wird Bezug genommen auf Kenntnisse und Einsichten aus dem Religionsunterricht.

Zur Konfirmandenzeit gehören:
- der Konfirmandenunterricht,
- Teilnahme am Gottesdienst,
wenn vor Ort angeboten:
- das Konfirmandenwochenende, bzw.
   die Konfirmandenfreizeit
- das Konfirmandenpraktikum

Insgesamt umfasst der Unterricht mindestens 60 Zeitstunden und kann je nach Situation der Gemeinde als
- Einzelstunden
- Blockstunden
- Konfirmandennachmittagen (mit mehrere Stunden)
- Konfirmandentagen
- Konfirmandenwochenenden
- oder als Ferienkurse
abgehalten werden.

Zu Beginn der Konfirmandenzeit stellen sich die Konfirmanden in einem Gottesdienst der Gemeinde vor. Gegen Ende der Konfirmandenzeit findet das Konfirmandengespräch statt. Dies ist in der Regel ein Gottesdienst, der von Jugendlichen und dem/den Unterichtenden vorbereitet wird und Themen des Konfirmandenunterrichtes aufnimmt.

Die Jugendlichen geben mit diesem Gottesdienst Einblick in Erkenntnis und Erfahrungen, die sie im Laufe dieser Zeit gewonnen haben.

Der Konfirmationsgottesdienst schließt die Konfirmandenzeit feierlich ab. In diesem Gottesdienst werden die Jugendlichen an ihre Taufe erinnert oder getauft.

Die Gemeinde bittet für sie um den Geist und seine guten Gaben. Was sie für die Jugendlichen erbittet, wird diesen in der Segnung unter Handauflegung zugesprochen. Sie erhalten als Konfirmationsspruch ein Bibelwort, das sie auf ihrem Lebensweg begleiten will. Die Jugendlichen werden eingeladen, weiterhin in und mit der Gemeinde zu leben, an ihrem Glauben und an ihren Aufgaben in dieser Welt teilzuhaben.

Der Konfirmationsgottesdienst ist für die ganze Gemeinde in besonderer Weise Erinnerung und Vergegenwärtigung der Taufe. Er gibt Anlass, sich auf den tragenden Grund des Christseins und ihrer Gemeinschaft zu besinnen. Dies findet seinen Ausdruck auch in der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls im Konfirmationsgottesdienst.

Bezirkskonfirmandentage

Der Blick über den eigenen Kirchturm hinaus

Quelle: EJW-KA

Bezirks-Konfirmandentage sind ein Angebot der Bezirksjugend für Konfirmandinnen und Konfimanden. Eingeladen sind Konfirmandinnen und Konfirmanden einer Region oder eines ganzen Kirchenbezirks. Hier gibt es "Nachdenkliches" über "Glaube und Christsein", aber auch Spiel, Action und Spaß und Spannung. Egal ob Bibelquiz, Stationenlauf, Workshops zu verschiedenen Themen, Adventurespiel oder ein fetziger Jugendgottesdienst, wichtig dabei ist auch immer der Blick über den eigenen Kirchturm hinaus, um z.B.:

  • Kontakte zu knüpfen mit anderen Konfirmanden und Konfirmandinnen
  • zu sehen und zu erfahren, es gibt noch andere Jugendliche über unsere Gemeinde hinaus, die ebenfalls am Konfirmandenjahr teilnehmen,
  • Kontakte zu knüpfen zur Bezirksjugendarbeit

Ob und wann in Deinem Kirchenbezirk ein Konfirmandentag stattfindet, erfährst Du im Jugendwerk, bzw. Jugendbüro Deines Kirchenbezirks.

Die Bedeutung der Konfirmation

Konfirmation - Sich zum Glauben bekennen und Gottes Segen empfangen - feiern mit Gemeinde und Familie

Quelle: Foto: Annette Wohlfiel
Konfirmiert werden können Jugendliche, die am 30. Juni des Konfirmationsjahres mindestens das 14. Lebensjahr vollendet haben.

Die christliche Gemeinde konfirmiert Jugendliche in die Verantwortung für die ihr anvertraute Gabe der Taufe. Sie will ihnen nahe bringen, was Gott für sie getan hat und wie sie als lebendige Glieder der Gemeinde Jesu Christi leben können.

Gebunden an das Zeugnis der Heiligen Schrift will die Gemeinde der nachwachsenden Generation jeweils neu erfahrbar machen, wie das, was Gott für uns getan hat, im Leben der Gemeinde Gestalt annimmt, und was es heißt, angesichts der Herausforderung der Zeit, Jesus Christus nachzufolgen und im Vertrauen auf seine Zusage zu leben.

Mit der Konfirmandenarbeit und der Konfirmation wendet sich die Gemeinde an junge Menschen zwischen Kindheit und Jugendalter. Diese brauchen Begleitung und Orientierung in einer Gemeinschaft, in der sie sich verstanden und angenommen wissen.

Die Konfirmation erinnert die als Kinder getauften Jugendlichen an ihre Taufe und an die Zugehörigkeit zur Gemeinde. Was Gott ihnen in der Taufe zugesagt hat, sollen sie erfahren und im Glauben annehmen. Was ihnen in der Taufe geschenkt ist, soll sie auf ihrem Lebensweg begleiten.

Für Mütter und Väter kann die Konfirmandenzeit ihrer Kinder dazu beitragen, dem christlichen Glauben und ihrer Gemeinde als Hilfe und Möglichkeit für die eigene Lebensgestaltung neu zu begegnen.

Konfirmandenunterricht - Infos für Lehrende

Lehrende finden weitere Informationen und Unterrichtsmaterialien beim RPI-Baden

Quelle: ekiba_rpi
Der Name ist Programm: wissenschaftlich qualifizierter Service für Schule und Gemeinde.

Kirchliche Bildungsverantwortung wird verknüpft mit der Wahrnehmung kirchlicher Mitverantwortung im öffentlichen Bildungswesen.

So gilt: religiöse Bildung in der Familie, im Kindergarten, im Kindergottesdienst und im Konfirmandenunterricht stehen gleichwertig neben der Verantwortung für den Religionsunterricht, die Schule und das Bildungswesen als Ganzem.

Das Religionspädagogische Institut (RPI) unterstützt die religiöse Bildung in Familie, Gemeinde und Schule durch Fortbildung, Beratung, Materialservice und Konzeptionsentwicklung.

Konflikte in der Konfirmandengruppe

"Halt's Maul Du dumme Sau!" "Leck' mich doch!" - Konflikte im KonfirmandInnenunterricht?

Quelle: EJW-KA
Im Konfirmandenunterricht treten Konflikte unterschiedlicher Art zu Tage: 

          - KonfirmandIn und KonfirmandIn, 
          - PfarrerIn und KonfirmandInnen,  
          - KonfirmandInnen und Eltern

Die Ursachen für diese Konflikte sind sehr vielfältig. Manche Konflikte sind alterstypisch (Abgrenzung von Erwachsenen und Ausprobieren alternativer Lebenswege) zu erklären, andere resultieren aus ungünstigen Rahmenbedingungen (Konfirmand nimmt nicht freiwillig teil) - und schließlich kann auch die Heterogenität der Gruppe (von der Förderschule bis Gymnasium) konfliktfördernd sein.

Wie können nun KonfirmandInnen konstruktiver mit ihren Konflikten umgehen? Wie kann die Leitung des KonfirmandInnenunterrichts konstruktiver mit den Konflikten umgehen?

Leider gibt es hier nicht den Lösungsweg. Es ist wichtig, sich gemeinsam mit den Jugendlichen auf einen Weg zu begeben, Raum zu bieten, eigene Erfahrungen auszudrücken und sich diese bewusst zu machen und nach Alternativen Ausschau zu halten.

Im Rahmen eines Konfirmandentages besteht die Möglichkeit, über die Beschäftigung mit den Themen Konflikten, Gewalt, Mobbing und Zivilcourage Impulse zu geben und selbst auch Impulse aufzunehmen. Dies macht allerdings nur dann Sinn, wenn von den Jugendlichen auch ein entsprechendes Bedürfnis vorhanden ist.

Die Arbeitsstelle Frieden bietet KonfirmandInnentage bzw. auch Fortbildungen zu diesen Themen an.

Infos zu unserem aktuellen Konfirmandinnen- und Konfirmandenprojekt "Jugendliche werden Friedensstifter/-innen" finden Sie hier: www.friedensstifter-baden.de