Judentum/christlich-jüdisches Gespräch

Quelle: Wikipedia.org / Goldjunge
   
"Wir glauben an Gottes Treue: Er hat sein Volk Israel erwählt und hält an ihm fest."

Mit ihrer Synodalerklärung von 1984 hat die Evangelische Landeskirche in Baden ihr Verhältnis zu Israel und dem Judentum grundsätzlich neu bestimmt. Auf dieser Basis führen wir das christlich-jüdische Gespräch weiter und bearbeiten die daraus entstandenen Aufgaben. Von der Erklärung 1984 sind weitere zahlreiche Impulse für Gottesdienst und Gemeindearbeit, Religions- und Konfirmandenunterricht ausgegangen und werden Begegnungen zwischen Christen und Juden in unserem Land gefördert. 
In der Folge der Synodalerklärung von 1984 hat die 9. Landessynode in ihrer Frühjahrstagung 2001 den Paragraphen 2 unserer Grundordnung in einem neuen Absatz 3 mit folgendem Wortlaut verabschiedet:

  • Die Landeskirche will im Glauben an Jesus Christus und im Gehorsam ihm gegenüber festhalten, was sie mit der Judenheit verbindet. Sie lebt aus der Verheißung, die zuerst an Israel ergangen ist, und bezeugt Gottes bleibende Erwählung Israels. Sie beugt sich unter die Schuld der Christenheit am Leiden des jüdischen Volkes und verurteilt alle Formen der Judenfeindlichkeit.
 
 

Kooperationen der badischen Landeskirche:

1. Das Leo Baeck Erziehungszentrum Haifa


2. Nes Ammim, das ökumenisch-christliche Gemeinschaftsdorf
im Norden Israels, das für Versöhnung und Verständigung zwischen Christen und Juden eintritt. (http://www.nesammim.org oder www.nes-ammim.org)

 

 

Pfarrer Prof. Dr. Klaus Müller

Quelle: Prof. Klaus Müller
Interreligiöses Gespräch/Landeskirchlicher Beauftragter
Tel: 0721-9175-520
Fax: 0721-9175-529
Internet: www.ekiba.de/Judentum

Landeskirchlicher Beauftragter für das christlich-jüdische Gespräch
Referat Diakonie, Migration und Interreligiöses Gespräch
Abteilungsleitung
 
Zur Person:
… Außerplanmäßiger Professor für Praktische Theologie an der Universität Heidelberg; von 2000 bis 2014 Pfarrer der Johannesgemeinde in Heidelberg. Studium der Theologie und der Judaistik in Tübingen, Bonn, Heidelberg und Jerusalem. 
 
 
Literaturempfehlung

Frank Crüsemann: Das Alte Testament als Wahrheitsraum des Neuen. Die neue Sicht der christlichen Bibel, Gütersloh 2011 
»Nicht über das hinaus, was geschrieben steht« (1. Kor. 4,6), diese Schlüsselstelle ist für denAutor der Beleg, »dass es im jungen christlichen Glauben nichts gibt, was grundsätzlich überden Raum hinausführt, der in der Schrift und durch die Schrift, also durch das Alte Testament,eröffnet wird. Die Schrift enthält die Wahrheit Gottes, auch die, um die es im Neuen Testament geht. Es gibt heute in Kirche und Theologie einen Prozess, das wieder zu lernen.«Daran lässt uns Crüsemann teilnehmen, dazu hat er sich über die Grenze seiner Disziplin begeben. »Will man hier mitreden, muss man Grenzen überschreiten.« 

Kairos - höchste Zeit für Frieden zwischen Israel und Palästina