Geistliche Begleitung

Quelle: wikipedia.org/CTHOE_2009

Bei der Begleitung auf dem Geistlichen Weg geht es um die eigene Person in ihrer Beziehung zu sich selbst, zu Mitmenschen und Mitwelt und zu Gott. Geistliche Begleitung hat mit dem ganzen Menschen zu tun. Hier kann alles Raum haben, was zum Leben gehört, die Deutung von Erlebnissen, der Umgang mit Fragen, Zweifeln, Sehnsucht, Angst … Geistliche Begleitung ist der Ort, an dem jemand Zeit hat, zuhört, nicht wertet, stehen lässt und hilft, eigene Antworten, Entscheidungen, Wege zu finden.
Begleiterinnen und Begleiter auf dem Geistlichen Weg sind darin ausgebildet, sich anderen zuzuwenden, sie sind dem Seelsorgegeheimnis verpflichtet und nehmen selbst Begleitung in Anspruch.
Nicht selten steht am Anfang einer Geistlichen Begleitung eine Krise, die zu bedenken und zu deuten ist. Geistliche Begleitung ist jedoch nicht eigentlich Krisenintervention, es geht eher darum, in guten und in schweren Tagen für die eigene Seele zu sorgen. Oft entdecken Begleitete neue Orientierungen in der Gestaltung des Glaubens- und Lebensweges, die eigene Identität wird gestärkt, der Alltag wird in einem guten Verhältnis von „ora et labora“ neu geordnet. Häufig werden auch neue Formen der Schriftbetrachtung und der Meditation gefunden.

Geistliche Begleitung findet in der Regel alle 4-5 Wochen in einem etwa einstündigen Gespräch statt. Sie kann sich über Monate aber auch Jahre erstrecken. Voraus geht ein Sondierungsgespräch zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Abklären von Erwartungen.

Susanne Schneider-Riede - Pfarrerin, Leiterin der Fachstelle Geistliches Leben

 

Ausbildung zum Geistlichen Begleit

Geistliche Begleiter und Begleiterinnen haben in der Regel eine zwei- bis dreijährige berufsbegleitende Ausbildung gemacht. In der Ausbildung, die Elemente des geistlichen Ansatzes von Ignatius von Loyola aufnimmt, wird die eigene Lebens- und Glaubensgeschichte intensiv angeschaut, der eigenen Berufung nachgespürt, Gesprächstechniken geübt und die alte geistliche Tradition der Unterscheidung der Geister eingeübt.

Die Geistlichen Begleiterinnen und Begleiter gehen regelmäßig zu Schweigeexerzitien, werden selber geistlich begleitet und sind in Supervision.
Im Selbstverständnis der Arbeitsgemeinschaft „Geistliche Begleitung“ heißt es: „‚Geistliche Begleitung‘ ist eine spezifische Form der Seelsorge, die den Begleiteten darin unterstützen möchte, das Wirken des Geistes Gottes in der eigenen Lebensgeschichte und auf dem eigenen Lebensweg zu entdecken und zu bejahen.“

Susanne Schneider-Riede - Pfarrerin, Leiterin der Fachstelle Geistliches Leben

 

Liste der geistlichen Begleiter

Sie finden hier eine Liste von Geistlichen Begleitern/Begleiterinnen aus dem Bereich unserer Landeskirche, die dazu in der Lage und bereit sind, andere zu begleiten.
Die Mehrheit hat eine klassische Ausbildung in Geistlicher Begleitung absolviert. Andere haben sich auf andere Weise dazu qualifiziert, mit Menschen einen geistlichen Weg zu gehen.
 

In der Broschüre „Wo die Seele atmen kann“, die Ihnen am Ende der Seite als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung steht, finden Sie neben der Begleiter/innen-Liste eine kurze Einführung über die Ausbildung zum Geistlichen Begleiter/in sowie Informationen über die Ausrichtung der Würzburger Schule der Komtemplation.

Falls Sie von einem Menschen außerhalb der Landeskirche begleitet werden möchten, können Sie sich gerne mit Susanne Schneider-Riede in Verbindung setzen.

 

 
Geistliche Begleitung...

... ist im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Baden kostenfrei. Um Spenden wird gebeten. Die Nummer des Spendenkontos finden Sie in der Broschüre "Wo die Seele atmen kann", die zum Download zur Verfügung steht.

 

Liste der geistlichen Begleiter

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