Fragen zur Erstellung des Masterplans

Inhalte des Masterplans

Im Liegenschaftsprojekt wird lediglich die Grundlage einer künftigen Gebäudeverteilung bzw. -finanzierung erstellt, bzw. eine Analyse des Ist-Zustandes vorgenommen:

‐      eine Klassifizierung aller Kirchen

‐      Festlegung der Pfarrhäuser und Pfarrstellen

‐      Regelung der Mitfinanzierung von Gemeindehausflächen

‐      Auflistung sonstiger Gebäude

Die Erarbeitung von Einzelmaßnahmen ist nicht Teil des Liegenschaftsprojektes. Überlegungen zur Machbarkeit und konkrete Umsetzung folgen nach dem Liegenschaftsprojekt.

Wie soll es durchgeführt werden? Kommen Vorschläge aus Karlsruhe? Problemmanagement?

Zur Unterstützung im Entscheidungsprozess steht die Organisationsberatung dem Kirchenbezirk zur Seite. Sie hilft dem Kirchenbezirk, den Prozess zu organisieren und zu gestalten.

Bei Gebäudefragen stehen Ihnen die Bezirksarchitekten oder Herr Maier (0721/ 9175 802) als Projektleiter zur Verfügung.

Seitens des EOK werden dem Kirchenbezirk keine Vorschläge gemacht, welche Gebäude erhalten werden können und welche nicht. Seitens des EOK wird der Kirchenbezirk unterstützt, Lösungswege zu erarbeiten.

Verteilung der Gemeindehausflächen im Liegenschaftsprojekt

Der Kirchenbezirk (Bezirkskirchenrat) entscheidet im Rahmen des Liegenschaftsprojektes über die Verteilung der Gemeindehausflächen und legt damit fest, welche Gemeindehausflächen künftig durch die Landeskirche aus zentralen Steuermitteln mitfinanziert werden.

Der Kirchenbezirk erhält eine Übersicht über die Höchstwerte der Gemeindehausflächen der  einzelnen Kirchengemeinden aufgrund der Gemeindegliederzahl. Diese Flächen werden zu einer Gesamtsumme addiert.

Der BKR hat jetzt zwei Möglichkeiten:

  • Der BKR  gibt den Kirchengemeinden die Gemeindehausflächen, die gesetzlich der jeweiligen Kirchengemeinde zustehen, 1:1 weiter.
  • Der BKR trifft aufgrund strategischer Überlegungen und Kriterien, die er entwickelt und den Gemeinden mitgeteilt hat, Entscheidungen über eine zukünftige Gemeindehausflächenverteilung. Der BKR kann dabei einer Gemeinde A mehr Gemeindehausflächen aus strategischen/inhaltlichen Gründen zuweisen, diese Mehrflächen müssen jedoch bei einer Gemeinde B eingespart werden. In der Summe darf der BKR nicht mehr Gemeindehausfläche verteilen als die Gesamtsumme, die allen Kirchengemeinden zusammen im Kirchenbezirk zusteht.

Unsere Erfahrung aus den bisherigen Prozessen ist, dass die Kirchenbezirke hier sehr transparente Prozesse geführt und Kirchengemeinden/Regionen mit einbezogen haben.

Wie kann ich „teilweise“ Fläche reduzieren?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Gemeindehausflächen teilweise zu reduzieren, z.B. wenn sie als Kindertagesstätte genutzt werden, die Kommune für die Unterhaltung der Räumlichkeiten zuständig ist und die Kosten für die Fläche im Betriebskostenvertrag berücksichtigt werden. Diese Kosten müssen so berechnet sein, dass für die Kirchengemeinde kein Nachteil entsteht, da die Flächen z.B. bei Baumaßnahmen nicht mehr mitfinanziert werden.

Darüber hinaus kann an eine kostendeckende Vermietung an r.k. Gemeinde, Kommune oder andere Partner gedacht werden.

Klassifizierung von Kirchengebäuden:

Kirchen können im Liegenschaftsprojekt in Bezug auf deren Nutzung und die Bildung von Substanzerhaltungsrücklagen klassifiziert werden. Die Klassifizierung hat Auswirkungen auf die Mitfinanzierung von Baumaßnahmen und die Bildung der Substanzerhaltungsrücklage.

Klassifizierung:

         A        Kontinuierliche Nutzung

         A+      Kontinuierliche Nutzung + Nutzungserweiterung

         B        Sommerkirche mit temporärer Nutzung

         C        Kirche als historisches Gebäude, das nicht mehr genutzt wird

         D        Verkauf aufgrund veränderter struktureller Bedingungen

Wenn eine Kirchengemeinde eine Kirche nicht klassifiziert, dann ist diese Kirche automatisch eine A-Kirche. Wenn eine Kirche an jedem Sonntag für den Gottesdienst genutzt wird oder als City-Kirche ein besonderes Profil hat, dann ist diese Kirche ebenfalls als A-Kirche zu klassifizieren.

Der Kirchengemeinderat entscheidet über die Klassifizierung seiner Kirchen und leitet dies an den Bezirkskirchenrat weiter, der die Entscheidung bewertet und anschließend bei der Erstellung des Masterplanes mit berücksichtigt.

Für wie lange werden erfasste Daten festgeschrieben? Wie flexibel ist der Masterplan? (Fehler, neue Situation)

Der Masterplanbeschluss gilt für die kommenden 10 Jahre und bezieht sich auf die Klassifizierung der Kirchen, Festlegung der Pfarrhäuser und die Verteilung der Gemeindehausflächen.

Da Raumplanungsdaten des Landes Baden-Württemberg und mögliche Daten zur Bevölkerungsentwicklung dem Kirchenbezirk zur Verfügung gestellt werden, gehen wir davon aus, dass diese bei der Planung des Bezirkskirchenrates mit berücksichtigt werden.

 
Aktuell

Sonderseiten zum Liegenschaftsprojekt in ekiba intern 10/2016

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