Welcome (back) - Zahlen und Fakten zum Kircheneintritt

Quelle: ekiba alt
Da die Zahl der Kircheneintritte in der Badischen Landeskirche in den letzten Jahren tendenziell steigt (und die Austritte nicht zugenommen haben!), hat der Evangelische Oberkirchenrat zusammen mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD (SWI) eine Studie in Auftrag gegeben, in der nach den Motiven gefragt wird, warum Menschen in die Kirche eintreten oder wiedereintreten.

"Einige der Ergebnisse werden den Erwartungen entsprechen. Anderes verblüfft. Besonders freut uns, dass das gemeindliche Leben einen so hohen Stellenwert genießt bei den Menschen, die neu oder wieder in die evangelische Kirche eingetreten sind. Es mag auch überraschen, dass gerade diejenigen, die wir oft als „Randsiedler“ oder „Außenstehende“ betrachten, subjektiv eine hohe innere Verbundenheit zur evangelischen Kirche haben.

Mit großer Dankbarkeit sehe ich die Arbeit, die in den Gemeinden und den verschiedenen Arbeitsfeldern unserer Kirche mit großem Engagement getan wird. Diese Arbeit begründet und fördert das hohe Vertrauen, das unserer Institution nach wie vor von vielen Menschen entgegengebracht wird."

Landesbischof Dr. Ulrich Fischer
(zur Veröffentlichung der Studie im Februar 2005)

Ergebnisse der Kircheneintrittsstudie

Welcome back - Studie über Kircheneintritte in die Evangelische Landeskirche in Baden

Quelle: ekiba alt
Rund 25.000 Menschen sind in den letzten zehn Jahren in die Evangelische Landeskirche in Baden eingetreten. (Stand 2002)
Im Jahr 2003 wurden im Rahmen der Kircheneintrittstude1023 Eingetretene über ihre Motive und biographischen Hintergründe befragt. Die Ergebnisse dieser Studie wurden am 14.02.2005 vorgestellt:

„Wieder dazu gehören“
„Ich wollte wieder dazu gehören“, dies ist der wichtigste Grund, warum Menschen in die Kirche eingetreten sind. Zum größten Teil sind sie wieder in die evangelische Kirche eingetreten oder sind aus einer anderen christlichen Kirche in die evangelische Kirche übergetreten, doch auch die Zahl der ganz neu Eintretenden wächst ständig.
In der Kirche sehen die meisten eine soziale und geistliche Heimat, fand das Sozialwissenschaftliche Institut der EKD heraus, das mittels Telefoninterviews die Studie erstellte.

Image der Kirche positiv bewertet
„Wahrnehmung und Akzeptanz der Kirche sind sehr positiv“, beurteilt Landesbischof Ulrich Fischer die wichtigsten Motive. Zum Austritt veranlassten meistens Kirchensteuer oder öffentliche Aussagen der Kirchen, „ohne dass dabei zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche unterschieden wird“.
Die Kirche vertritt Werte, die für das persönliche und gesellschaftliche Leben wichtig sind, so lautet ein oft zitiertes Resümee der Befragten. In der evangelischen Kirche finden viele das, was sie im Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung bei anderen Institutionen vermissen.
Viele äußerten „Ich habe jetzt in der Kirche das gefunden, was zu mir passt“, und sind dabei sehr zufrieden mit den Angeboten der Kirchengemeinden vor Ort.

Große Bedeutung von Amtshandlungen
Amtshandlungen spielten eine wichtige Rolle für die Eintrittswilligen. Viele haben durch Taufen, Hochzeiten oder Beerdigungen ein neues Verhältnis zur Kirche gefunden. „Auf den punktuellen Begegnungen mit Kirche bei den Amtshandlungen liegt besonderes Gewicht“, sagt der Landesbischof und unterstreicht daher, wie wichtig eine gute Gestaltung dieser so genannten Kasualien sei.
Nach wie vor sind es emotionale, „innere“, biographische Prozesse, die einem Kircheneintritt vorausgehen. Größere Ereignisse spielten offensichtlich keine besondere Rolle, „auch wenn sich dies dennoch in den Statistiken niederschlägt“, so Fischer.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie finden sich in einer etwa 30seitigen Zusammenfassung von OKR Dr. Michael Nüchtern (PDF-Dokument zum Download).
Eine grafisch aufbereitete Kurzfassung von acht Seiten (Sonderseiten aus ekiba intern) kann ebenfalls heruntergeladen werden oder liegt in den Pfarrämtern zur Ansicht auf.