EEB Villingen

"Herzenssache - Wofür ich einstehe"

Tischgespräche
Quelle: Winkelmann-Klingsporn, Elisabeth
Quelle: Karin Nagel, EEB Villingen
Quelle: Karin Nagel, EEB Villingen
Quelle: Karin Nagel, EEB Villingen

Zu einem Tischgespräche-Abend unter dem Thema „Herzenssache – wofür ich einstehe“ wurde in Villingen anlässlich des EB Jubliäums eingeladen. Mit über 50 Gästen aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen, Parteien, Kommunalpolitik und Kirche, Friedensbewegung, Sozial-, Umwelt- und Flüchtlingsarbeit, Muslimas und jungen Flüchtlingen aus Afghanistan, Gambia, Nigeria, Syrien und Engagierten der ersten EB-Stunde wurde der Abend zu einem Begegnungsereignis.
Der Versuch Menschen, die sich vorher möglichst nicht kannten in Tischrunden miteinander ins Gespräch zu bringen, gelang fast vom ersten Moment an.

Zwischen Gängen eines leckeren Menus wurden von 5 geladenen Gästen in kurzen Statements ihre persönlichen Herzenssachen vorgetragen. Diese Impulse regten die Tischrunden zu weiteren interessanten und engagierten Gesprächen an.

Den Auftakt machte Ullrich Hahn, Rechtsanwalt, lange Jahre Bezirkssynodenvorsitzender, der über Jahrzehnte Kriegsdienstverweigerern beistand und in der Friedens- und Versöhnungsarbeit engagiert ist. Er vermisse im Glaubensbekenntnis die klare Absage Jesu an Gewalt.

Hildegard Körner, Sprecherin des Landesnaturschutzverband, erzählte wie sie sich schon als Kind für Blumen und Schmetterlinge begeisterte und erwachsen die Bewahrung der Schöpfung zu ihrer Studien-, Berufs- und Herzenssache machte.

Und wer kennt schon die „Tomatis-Therapie“. Ilona Stucke berichtete, wie ihre Kinder damit Schreib- und Leseprobleme bewältigten und ihren Weg zu Abitur und Ausbildung finden.

An Gott glauben, oder nicht an Gott glauben, oder an den eigenen Zweifeln zweifeln. Andreas Meßmer vom Schwarzwald-Baar-Bildungsbüro forderte die gemischten Tischrunden zu intensivem Gespräch zwischen Religionen und Generationen heraus.

Ruth Holzhauer, ehrenamtliche Vorsitzende bei Refugio sieht im Einsatz für traumatisierte Flüchtlinge ihr Herzensanliegen gemacht, Menschen zu helfen, Arbeit zu finden und sich zu integrieren, das mache für sie Sinn und tue auch ihr persönlich gut.

Zwischendurch sorgte der Bratschist Sandor Varga mit Sätzen von J.S. Bach für entspanntes Zuhören.

Was die Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk Villingen seit 40 Jahren entwickelt hat und pflegt, das Denken anstoßen, Gesprächsimpulse geben und ganz unterschiedliche Menschen miteinander ins Gespräch bringen, das gelang an diesem Abend auf beeindruckende Weise.

Karin Nagel

Evangelische Erwachsenenbildung Villingen