EEB Karlsruhe

"Ich bin, Ich bin da"

Fachtag
Quelle: Leitgieb, Pia
Quelle: Leitgieb, Pia

„Religiöse Sprache ist suchend, nicht erklärend. Sie ist öffnend, nicht benennend“, so brachte Christian Lehnert, Pfarrer und Dichter aus Leipzig, seinen Vortrag auf den Punkt. Dem ehrenpromovierten Theologen hörten die rund 50 Teilnehmer*innen des Fachtags „Wie Gott von sich selbst spricht und was sich daraus lernen ließe“ aufmerksam zu, den die Evang. Erwachsenenbildung Karlsruhe und das Schuldekanat der Evang. Kirche in Karlsruhe am 13. April 2018 veranstalten. Religiöse Sprache wirke überzeugend und kraftvoll, wo sie ihre eigene Unsicherheit zeige: „Wer im Angesicht Gottes nicht nach Worten ringt, hat nichts begriffen oder ist ein Scharlatan“, fuhr Lehnert fort. Religiöse Sprache als Suche nach Worten, Bildern und Metaphern bewege sich, ähnlich wie die Poesie, hinaus ins Unsagbare, „in den unendlichen Horizont Gottes“. So verfüge auch die gläubige Existenz heute über keine festen Koordinaten mehr, „keine begrifflichen Ordnungen, die weiter tragen können als in die triste Behaglichkeit einer Weltanschauung.“ Fünf von exzellenten Fachleuten begleitete Workshops trugen zum Erfolg des Fachtags bei.

Ausführlicher Bericht zum Herunterladen: http://eeb-karlsruhe.de/index.php/fachtag-wie-gott-von-sich-selbst-spricht.html

Joachim Faber

Evangelische Erwachsenenbildung Karlsruhe