Bericht II. Tagung 2018

„Leben – Weg oder Schicksal?“
21./22. April 2018, Bad Herrenalb

Referenten:
Prof. Dr. M. Hailer
Pfarrerin i.R. A. Lingenberg


Die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten ein kontrastreiches Wochenendprogramm.

Prof. Dr. Hailer referierte am Samstag unter dem Thema „Was heißt: ‚Gott erwählt’? - Zur Rede von der Prädestination“. Dabei spannte er den Bogen von Aurelius Augustinus über Johannes Calvin bis zu Karl Barth, und arbeitete dabei die unterschiedlichen Positionen klassischer Theologie zu den Begriffen Gnade und Prädestination heraus.

Ganz anders die Gestaltung am Sonntag, die meditative Phasen einschloss. Pfarrerin Lingenfeld richtete den Blick auf Möglichkeiten, mit dem eigenen Schicksal umzugehen, wobei Theologie nicht störend, sondern hilfreich sein sollte. „Unsere Aufgabe ist es, unseren Weg zu gehen in der Suche nach Gott.“ Als Zusammenfassung könnte das Glaubensbekenntnis von Christa Peikert-Flaspöhler betrachtet werden, das sie ans Ende dieses Tagungsabschnittes stellte:

 

GLAUBENSBEKENNTNIS: Der andere Gott

Ich glaube, dass du ganz anders bist, Gott, als wir denken;
dass du dich niemals festschreiben lässt
in eine Gestalt, in ein Bild.

Ich glaube an die heilige Kraft,
die Mutter und Vater für uns ist in Weisheit und Güte;
und dass uns Leiden und Not nicht trennen von dir;

Ich glaube, dass du Erde und Himmel geboren hast,
das Weltall mit Sonnen- und Planetensystemen,
und dass du weiter Leben schenkst,
auch wenn wir es nicht sehen.

Ich glaube an Jesus von Nazaret,
den Menschen deiner Liebe,
der aus dir und in dir lebte und lebt,
deinen Sohn, unseren Bruder;
Maria hat ihn, innig vereint mit dir, geboren;
in Liebe und Treue zu dir und zu uns Menschen
ist er am Kreuz gestorben;
er wurde begraben und du hast ihn aus dem Tod geweckt
in unvergängliches Leben mit dir.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die Schöpferin Liebe;
ich glaube, dass du unsere christlichen Kirchen
verwandeln und heiligen willst,
dass du unsere offenen Herzen erwartest,
damit die Erde bewohnbar bleibt.

ich glaube an die Gemeinschaft aller,
die dich unter vielen Namen suchen;
denn du bist göttliche Fülle,
du willst uns heilen und sammeln;

Ich glaube, dass du uns bedingungslos annimmst als Kinder,
ob Frau oder Mann, ob schwarz oder weiß, ob arm oder reich;
ich glaube, dass du die Schuld vergibst,
die Sünde heimatlos machst im Leben;

Ich glaube, dass du uns durch den Tunnel des Todes
ins Leben und in die Freude rufst für immer.

Amen.

 
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